Die Schlagzeilen von Heute:
AFGHAN GERMAN ONLINE


Drei Tote bei US-Raketenangriff auf ehemalige Mädchenschule

Nach oben 1/3/2009 Focus Online

Bei einem Raketenangriff der USA auf eine ehemalige Mädchenschule in Pakistan sind drei Menschen getötet worden. Laut den USA handelte es sich bei dem Ziel um einen Unterschlupf einer Terror-Organisation der Taliban. Im Kampf gegen den Terror haben die USA ihre Angriffe von Afghanistan auf Pakistan ausgeweitet.

Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind mindestens drei Menschen getötet worden.

Der Vorfall ereignete sich in der Region Süd-Waziristan. Zwei von einer Drohne abgeschossene Raketen schlugen in einer ehemaligen Mädchenschule ein, die von den islamistischen Taliban als Unterschlupf genutzt wurde, wie Anwohner und Geheimdienstmitarbeiter am Freitag sagten. Aus den Trümmern seien drei Leichen geborgen worden. Die Region gilt als Hochburg des pakistanischen Taliban-Kommandeurs Baitullah Mehsud.

Es war bereits der zweite Luftangriff innerhalb von zwei Tagen in Süd-Waziristan. Am Donnerstag waren in einem anderen Teil der Region Geheimdienstmitarbeitern zufolge durch Raketenbeschuss drei Extremisten getötet und ein Aufständischer verletzt worden. Die USA gehen in Pakistan meist mit Drohnen gegen Anhänger der Taliban und Al-Kaida vor. Die US-Streitkräfte haben ihren Kampf gegen muslimische Extremisten in Afghanistan auf das pakistanische Grenzgebiet ausgeweitet und ihre Angriffe zuletzt verstärkt. Im vergangenen Jahr schlug das US-Militär etwa 30 Mal auf pakistanischem Boden zu, was bei der Regierung in Islamabad wiederholt auf Kritik stieß.




Britischer Soldat bei Bombenanschlag in Afghanistan getötet

Nach oben 1/3/2009

London (Reuters) - Bei einem Bombenanschlag der radikal-islamischen Taliban-Rebellen in Südafghanistan ist ein britischer Soldat getötet worden.

Das britische Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, Ziel des Anschlags an Neujahr sei eine Patrouille in der Provinz Helmand gewesen.

Damit steigt die Zahl der britischen Soldaten, die seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 in Afghanistan getötet wurden, auf 138. Großbritannien hat in Afghanistan rund 8000 Soldaten stationiert, die meisten davon in der Taliban-Hochburg Helmand.




Versorgungsroute nach Afghanistan wieder geöffnet

Nach oben 1/3/2009 Focus Online

Nach einer dreitägigen Sperrung ist in Pakistan eine wichtige Versorgungsroute nach Afghanistan im Nordwesten des Landes wieder geöffnet worden.

Die Straße über den Khyber-Pass im Nordwesten des Landes wurde am Freitag wieder für den Verkehr freigegeben, wie die Behörden in Peshawar mitteilten. Die Militäroffensive gegen Extremisten in der Region, die Grund für die Sperrung seit Dienstag war, dauere jedoch noch an.

Die Straße ist eine der wichtigsten Nachschubrouten für die Versorgung der ausländischen Truppen in Afghanistan. Rund 75 Prozent aller Lebensmittel- und Treibstofflieferungen, die über die Hafenstadt Karachi in Pakistan eintreffen, laufen darüber. Die Straße war in den vergangenen Monaten nach Angriffen von Extremisten auf Transporte schon mehrfach aus Sicherheitsgründen gesperrt worden.




Die NATO in Afghanistan
Von Holger Möhle, Berlin

Nach oben 1/3/2009

Die Aussichten für die NATO und damit auch für die Bundeswehr am Hindukusch werden nicht besser. Denn Afghanistan bleibt auch 2009 ein weites, ein unüberschaubares, ein gefährliches Feld. Schützen, Helfen, Vermitteln, Kämpfen - so lautet das regierungsoffizielle Motto für die deutschen Soldaten Immerhin: Dass die Mission in Afghanistan auch ein Kampfeinsatz ist, bestreitet niemand mehr. 2008 haben deutsche Soldaten ihr Leben in Afghanistan lassen müssen - bei Unfällen und Anschlägen.

Und auch im neuen Jahr werden Taliban deutsche Patrouillen im Norden des Landes wieder ins Visier nehmen. Der Krieg, den die NATO teilweise erfolgreich gegen Aufständische im afghanischen Süden geführt hat, vertrieb die (militärischen) Probleme allenfalls punktuell.

Tatsächlich sind Taliban und andere Widerständler nur ausgewichen. Entweder in Rückzugsgebiete jenseits der afghanisch-pakistanischen Grenzlinie oder in den unter deutschem ISAF-Kommando stehenden Norden. Dadurch hat sich das, was gemeinhin mit Sicherheitslage umschrieben wird, spürbar zugespitzt.

Eine Kontroll- oder Erkundungsfahrt ist längst auch in geschützten Fahrzeugen gefährlich genug. Dabei wird Militär allein die Lösung des afghanischen Problems garantiert nicht bringen. Wenn der Aufbau im Lande nicht bald erkennbar vorankommt, werden die Menschen das Vertrauen weiter verlieren und die NATO noch stärker als schon jetzt als Besatzer empfinden. Afghanistan bleibt ein weites Feld. Auch 2009.






Zusammengestellt by Afghan german Online Unsere Bezugsquellen :
 
Berlin Online
Neue Zürischer Zeitung
Frankfurter runschau

Reuters
Die Welt
Spiegel Online


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